Atelier- und Galeriehaus
Defet Marianne und Hansfriedrich Defet Stiftung

Alle 6 Monate

Die Stipendiaten des Marianne-Defet-Malerei-Stipendiums:

Mit freundlicher Unterstützung der da Vinci Künstlerpinselfabrik, Nürnberg

Hintergrund

Unsere Ehe währte nahezu sechzig Jahre. Sie begann in einer Zeit des Aufbruchs. Zwei jung verliebte Menschen machten sich auf den Weg, aus der elterlichen Pinselmacherei des Mannes eine Künstlerpinselfabrik zu formen. Die junge Frau brachte als Mitgift ihr malerisches Talent ein und studierte Graphik und Design. Daß die Firma sich über die Jahrzehnte zu einem international tätigen Unternehmen entwickelte, verdanken wir nicht zuletzt ihrer schöpferischen Phantasie.

Im Rückblick scheint es eine fast selbstverständliche Entwicklung, daß uns Mariannes Verbindungen zu ehemaligen jungen Künstlerkreisen bewogen, 1965 eine Privatgalerie zu gründen. Sie wurde über ihren Tod hinaus weitergeführt.
Die glücklichen Ehejahre, getragen von vielen gemeinsamen Musikerlebnissen und Freundschaften mit Künstlern und Liebhabern der Kunst, haben in mir jetzt den Entschluß reifen lassen, das Marianne-Defet-Malerei-Stipendium ins Leben zu rufen. Dieses Stipendium für Malerei soll eingebunden sein in die Institutionen unserer Stadt, die für die Bildende Kunst tätig sind: die Kunsthalle Nürnberg, den Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft und das Institut für moderne Kunst.

Diese drei Institutionen benennen und betreuen im Wechsel ihre jeweiligen Stipendiaten. Das Stipendium ist international ausgerichtet und auf fünf Monate ausgelegt. Es wird finanziell von der Marianne und Hans Friedrich Defet Stiftung sowie der da Vinci Künstlerpinselfabrik getragen.
Das Stipendium wird jährlich zweimal vergeben, es ist mit jeweils Euro 20.000,- ausgestattet.

Die erste Stipendiatin, nominiert von Kathleen Rahn, der Direktorin des Kunstvereins, wird im Herbst dieses Jahres ihren Aufenthalt im Atelier- und Galeriehaus beginnen. Am 24. Juni, dem Todestag meiner Frau, werden das Projekt und die Stipendiatin der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nürnberg, im Februar 2011
Hansfriedrich Defet