Atelier- und Galeriehaus
Defet Marianne und Hansfriedrich Defet Stiftung

Malte Zenses

08.09.2017 - 31.01.2018

nominiert vom Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft / Judith Grobe //

In seinen Arbeiten verbindet Malte Zenses Techniken der Abstraktion mit Fragestellungen aus den Bereichen der Grafik, Semiotik und Subkultur. In den Entstehungsprozess fließen häufig autobiografische Erlebnisse mit ein, die er zunächst in ein persönliches Archiv von Zeichnungen überführt, um sie später als abstrakte Codes in seine Werke zu übertragen. So kann die künstlerische Praxis von Malte Zenses auch als ein Aneignen, Übersetzen und Recyceln von erlebter Realität beschrieben werden.
Aufgebaut aus sich überlagernden Schichten legen seine Bilder eine Vielzahl von Bearbeitungsprozessen frei: Präzise gesetzte Markierungen und Flächen treffen auf Buchstaben und Chiffren, die von notizartigen Zeichnungen begleitet werden. Mit ihrer zurückhaltenden Farbigkeit – meist verwendet der Künstler nur Schwarz, Weiß und ausgewählte Pastelltöne – und den monochromen Flächen, die den Blick auf die teils durchscheinende unbehandelte Leinwand freigeben, zeugen die Arbeiten von der Auseinandersetzung mit dem Moment der Leere und des Fragmentarischen.
Zwischen konzeptueller und gestischer Herangehensweise ist die Beschäftigung mit dem Raum ein weiterer zentraler Ausgangspunkt von Malte Zenses’ künstlerischer Praxis. Dies zeigt sich auch in den reduzierten Skulpturen, die als fiktive Kommunikationspartner in einen Dialog mit den Bildern treten und die im Raum ausgelegten Verbindungslinien weiter verdichten.

(1) Böse Nase, 2017 / Foto: Stefan Stark (2) sss, its not save here!, 2016 / Foto: Simon Vogel

Malte Zenses Böse Nase Malte Zenses, Böse Nase, 2017.
Öl, Lack und Kohle auf Leinwand, 2 x 80 x 90 cm
Installationsansicht Malte Zenses - ABER, Salon Kennedy, Frankfurt a.M. 
Foto: Stefan StarkMalte Zenses its not save here! Malte Zenses, sss, its not save here!, 2016.
Lack, Öl, Holzkohle und Spraypaint auf Leinwand, je 162 x 94 cm. 
Foto: Simon Vogel